Das solltest du vor deiner Reise nach Tasmanien Wissen
Drei Wochen waren wir in Tasmanien unterwegs. Vor der Reise hatten wir uns natürlich informiert, trotzdem gab es einige Dinge, die uns überrascht haben. Damit ihr nicht die gleichen Fehler macht wie wir, gibt es hier ein paar Infos über Tasmanien – die Insel südlich des australischen Festlands.
Die Anreise nach Tasmanien
Von Deutschland aus kommt man nicht direkt nach Tasmanien. Zuerst müsst ihr nach Australien fliegen und von dort einen Inlandsflug nehmen. Die meisten Reisenden fliegen über Melbourne oder Sydney weiter nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens.
Falls ihr bereits mit einem Camper oder Auto durch Australien reist, könnt ihr auch die Fähre nehmen. Die „Spirit of Tasmania“ fährt von Geelong bei Melbourne nach Devonport im Norden Tasmaniens. Die Überfahrt dauert ungefähr 9 bis 11 Stunden, meistens über Nacht.
Für Camper-Reisende ist das eine praktische Möglichkeit, weil man sein Fahrzeug einfach mitnehmen kann. Vor allem in der Hauptsaison solltet ihr allerdings früh buchen. Wir haben von einigen Reisenden gehört, dass die Fähre teilweise Monate im Voraus ausgebucht ist.
Was erwartet mich in Tassie?
Wenn ihr Tasmanien mit dem restlichen Australien vergleicht, werdet ihr schnell merken, dass hier vieles anders ist.
Tasmanien ist vor allem etwas für Menschen, die gerne aktiv unterwegs sind. Wandern, Nationalparks, Berge, Regenwälder, Küstenlandschaften und kleine Orte prägen das Bild der Insel.
Wer dagegen auf einen klassischen Badeurlaub hofft, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Natürlich gibt es schöne Strände, aber das Wasser ist deutlich kälter als in vielen anderen Teilen Australiens. Zum Schnorcheln oder für einen reinen Strandurlaub würde ich eher andere Regionen empfehlen.
Teilweise hat uns die Landschaft sogar mehr an Neuseeland oder die Alpen erinnert als an das typische Australien-Bild, das viele im Kopf haben. Im Winter liegt in den Bergen Schnee, im Sommer sind viele Gipfel gut erreichbar.
Das Wetter kann anstrengend werden
Einer der Punkte, die uns am meisten beschäftigt haben, war das Wetter.
An manchen Tagen hatten wir Sonne, Regen, Wind und wieder Sonne innerhalb weniger Stunden. Gerade wenn man viel wandern möchte, kann das die Planung erschweren.
Mehr als einmal mussten wir unsere Route spontan ändern oder Aktivitäten verschieben. Das gehört in Tasmanien einfach dazu.
Deshalb würde ich empfehlen, nicht jeden Tag komplett durchzuplanen. Ein bisschen Flexibilität macht die Reise deutlich entspannter. Außerdem solltet ihr immer Kleidung für verschiedene Wetterlagen dabeihaben – selbst im Sommer.
Die Tierwelt hat uns überrascht
Mit vielen Tieren hatten wir gerechnet, aber nicht damit, wie oft wir ihnen tatsächlich begegnen würden. Das Beste daran: Die meisten Tiere haben wir nicht in Parks oder Auffangstationen gesehen, sondern einfach unterwegs.
Wallabys, Wombats, Echidnas und verschiedene Vogelarten sind uns immer wieder begegnet. Oft muss man dafür gar nicht viel machen. Augen offen halten reicht häufig schon aus.
Unser Eindruck war allerdings auch, dass man die meisten Tiere nicht unbedingt an den bekanntesten Touristenorten entdeckt. Manchmal haben wir die schönsten Begegnungen gerade dort gemacht, wo sonst kaum jemand unterwegs war.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Hier lagen wir komplett daneben. Für Tasmanien hatten wir drei Wochen eingeplant, weil wir befürchtet hatten, dass die Zeit sonst zu knapp wird.
Rückblickend würden wir sagen, dass zwei Wochen für die meisten Reisenden völlig ausreichen.
Natürlich hängt das vom eigenen Reisestil ab. Wer jeden Tag etwas unternehmen möchte und regelmäßig den Standort wechselt, kann die wichtigsten Highlights problemlos in zwei Wochen sehen.
Drei Wochen sind keineswegs zu viel, aber wir hätten die Reise wahrscheinlich etwas kürzer geplant, wenn wir vorher gewusst hätten, wie kompakt Tasmanien eigentlich ist.
Vor allem für Menschen mit begrenztem Jahresurlaub halte ich zwei Wochen für einen guten Richtwert.
Fazit
Tasmanien hat uns in vielerlei Hinsicht überrascht. Die Insel ist deutlich grüner und bergiger, als wir erwartet hatten. Gleichzeitig ist sie kleiner, als man zunächst denkt, und die Entfernungen sind gut machbar.
Wer gerne draußen unterwegs ist, wandert und Natur mag, wird hier wahrscheinlich eine gute Zeit haben. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Tasmanien nicht das typische Australien mit tropischen Stränden und Badewetter ist. Genau das macht die Insel aber auch besonders.




