Thailand: Überlaufen oder ein Traumziel?
Thailand – türkisblaues Meer, weiße Strände und exotische Tempel. So sieht es auf Instagram und in den Reisemagazinen aus. Doch die Realität ist manchmal eine andere: Überfüllte Strände, lange Schlangen bei den Sehenswürdigkeiten und das Gefühl, die Ruhe einfach nicht mehr zu finden. Genau das habe ich selbst erlebt.
Ich war voller Vorfreude auf meine Reise nach Phuket, den Phi Phi Islands und Krabi – Orte, die man auf jeder Bucketlist findet. Doch schnell wurde klar: So schön die Natur auch ist, ich fühlte mich oft eingeengt. Am Strand dicht an dicht mit hunderten anderen Touristen, auf Bootstouren im Konvoi von Speedboats, in Orten wie Pa Tong fast schon wie auf einer Partymeile. Statt Erholung stellte sich bei mir Frust ein.
Natürlich, Thailand ist atemberaubend – die Natur, das Essen, die Kultur. Aber ich habe gemerkt: Die bekanntesten Orte sind längst keine Geheimtipps mehr. Und wer wie ich Ruhe sucht, kann sich schnell verloren fühlen.
Meine Tipps für ruhigere Orte in Thailand
Früh aufstehen: Wer Strände oder Tempel in Ruhe erleben möchte, sollte noch vor Sonnenaufgang starten.
Nebensaison nutzen: In der Hauptsaison (Dezember bis Februar) sind die Hotspots überfüllt. Wer zeitlich flexibel ist, sollte die Nebensaison ins Auge fassen. Selbst im November war schon ziemlich viel los.
Alternative Regionen entdecken:
1. Koh Mak
Eine privat verwaltete Insel in der Provinz Trat, die sich bewusst nicht dem Massentourismus öffnet. Stattdessen siehst du Reisen mit dem Fahrrad, Bootsfahrten zu unbewohnten Inseln und üppige Natur.
2. Koh Kood (Ko Kut)
Thailands viertgrößte Insel – aber erkundet wird sie selten. Fischerdörfer, unberührte Strände und Wasserfälle machen sie zu einem ruhigen Rückzugsort.
3. Koh Yao Noi / Yao Yai
Zwischen Phuket und Krabi gelegen, oft empfohlen als ruhige Alternative. Naturbelassen, fast kein Verkehr, aber gute Anbindung.
4. Koh Jum (Koh Pu)
In der Nähe von Krabi, kaum besucht – einfach, friedlich, perfekt zum Entschleunigen. Einheimische, Natur und entspannte Atmosphäre.
5. Koh Bulon Le
Fast unberührt und ohne tägliche Elektrizität – ideal für Naturfans, die kein modernes Getöse wollen.
6. Koh Wai
Kleinst-inspiriertes Inselparadies – kristallklares Wasser, keine Straßen, nur Hüttchen und Natur pur. Perfekt zum Schnorcheln und Loslassen.
7. Koh Libong
Die größte Insel in Trang – bekannt für Mangrovenschutzgebiete und als Habitat für die bedrohten Dugongs. Weit weg vom Menschenrummel.
8. Ko Phithak
Mini-Insel an der Küste von Chumphon, kaum touristisch. Bekannt für den lokalen Kokossaft und eine Gemeinde, die sich dem Umweltschutz verschrieben hat – insbesondere zur Rettung von Riesenmuscheln.
Eigene Erwartungen anpassen: Thailand ist kein Geheimtipp mehr – und das sollte man sich bewusst machen. Wer das Paradies abseits von Touristen sucht, kann auch in Nachbarländer wie Laos oder Kambodscha vorbeischauen.
