Kultur in Sri Lanka: Buddhismus hautnah erleben
Sri Lanka ist nicht nur für seine Strände und Nationalparks bekannt, sondern auch für seine tief verwurzelte Kultur. Rund 80 % der Bevölkerung sind Buddhisten, und der Buddhismus prägt das tägliche Leben, die Architektur und die Traditionen des Landes.
Was bedeutet Buddhismus?
Der Buddhismus geht auf Siddhartha Gautama zurück – besser bekannt als Buddha –, der vor über 2.500 Jahren in Indien lebte. Im Kern geht es um innere Ruhe, Achtsamkeit und den Weg zur Erleuchtung. Statt an einen Gott zu glauben, dreht sich im Buddhismus alles darum, Leid zu überwinden, Mitgefühl zu entwickeln und achtsam zu leben.
In Sri Lanka gehört der Theravada-Buddhismus zur Hauptströmung. Er legt großen Wert auf Meditation, klösterliches Leben und die Lehren Buddhas (die „Vier Edlen Wahrheiten“ und den „Achtfachen Pfad“). Tempel und Stupas (Buddha-Schreine) findest du im ganzen Land – von gigantischen Anlagen wie in Anuradhapura oder Kandy bis hin zu kleinen Dorftempeln.
Was sollte man als tourist beachten?
Ein Besuch in einem Tempel ist ein echtes Highlight – aber es gibt ein paar wichtige Regeln, die du unbedingt respektieren solltest:
- Kleidung: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Ein Tuch im Rucksack ist superpraktisch. Vor manchen Tempelanlagen gibt es sogar Tücher zum ausleihen, da viele Touristen nicht auf einen Besuch vorbereitet sind.
- Schuhe ausziehen: Vor dem Betreten eines Tempels müssen Schuhe und manchmal auch Socken ausgezogen werden.
- Respektvolle Haltung: Nie den Rücken zur Buddha-Statue drehen, um ein Foto zu machen. Wenn du dich ablichten lassen möchtest, dann immer seitlich.
- Kein Anfassen: Buddha-Statuen dürfen nicht berührt werden.
- Leise sein: Tempel sind Orte der Ruhe und des Gebets. Gespräche in gedämpftem Ton führen.
- Fotos: Nicht überall erlaubt – achte auf die Schilder oder frage im Zweifel nach.
Mein Eindruck
Der Buddhismus in Sri Lanka ist allgegenwärtig – sei es beim Besuch eines Tempels, bei Zeremonien mit Räucherstäbchen und Blumenopfern oder beim Gespräch mit den Einheimischen. Für uns war es unglaublich spannend, mehr über diese friedvolle Religion zu erfahren. Gleichzeitig ist es eine gute Erinnerung daran, dass wir reisende Gäste sind – und Respekt vor der Kultur mindestens genauso wichtig ist wie das Entdecken der schönsten Strände.
