Feiern wie die Iren: Traditionen und Feste in Irland
Irland ist ein Land voller Geschichte, Mythen und lebendiger Traditionen. Neben atemberaubender Landschaft und herzlicher Gastfreundschaft sind es vor allem die Feste und Bräuche, die das irische Leben einzigartig machen. Wer Irland besucht, sollte unbedingt eintauchen in diese bunten Feiern – von weltberühmten Paraden bis zu alten, geheimnisvollen Ritualen.
1. St. Patrick’s Day – Das grüne Spektakel
Der St. Patrick’s Day am 17. März ist wohl das bekannteste irische Fest weltweit. Er wird nicht nur in Irland gefeiert, sondern auf der ganzen Welt – von New York bis Sydney.
- In Dublin verwandelt sich die Stadt in ein Meer aus grün geschmückten Straßen, Paraden und Live-Musik.
- Traditionelle irische Tänze, Folklore und Märsche sorgen für ausgelassene Stimmung.
- Viele Iren nutzen den Tag auch, um die Geschichte ihres Schutzpatrons St. Patrick, der das Christentum nach Irland brachte, zu feiern.
Tipp: Früh buchen – Hotels und Hostels in Dublin sind rund um den 17. März oft ausgebucht.
2. Beltane & Samhain – Alte keltische Traditionen
Irlands Feste sind tief in der keltischen Vergangenheit verwurzelt. Besonders spannend sind:
- Beltane (1. Mai): Ein Frühlingsfest, das den Beginn der warmen Jahreszeit markiert. Traditionell wurden Feuer entzündet, um Fruchtbarkeit, Gesundheit und Schutz zu sichern. Heute finden vor allem in ländlichen Gegenden kleine Feiern, Musik- und Tanzveranstaltungen statt.
- Samhain (Ende Oktober – Anfang November): Ursprung des heutigen Halloween. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht die Grenze zwischen unserer Welt und der Geisterwelt verschwimmt. Häuser wurden mit Kürbissen und Kerzen geschmückt, Feuer entzündet und Geschichten von Geistern erzählt.
Halloween in Irland – Zurück zu den Wurzeln
Obwohl Halloween heute weltweit gefeiert wird, stammen viele Bräuche aus Irland:
- Kürbisse wurden ursprünglich aus Rüben geschnitzt, um böse Geister zu vertreiben.
- Kinder ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln – der moderne „Trick or Treat“-Brauchtum hat hier seinen Ursprung.
- In Irland finden auch heute noch Lagerfeuer, Festivals und Kostümumzüge statt – besonders in kleinen Dörfern eine magische Erfahrung.
Musik, Tanz & lokale Feiern
Irland liebt Feste nicht nur wegen der historischen Bräuche, sondern auch wegen Musik, Tanz und Gemeinschaft:
- Oktoberfest-ähnliche Festivals in Dublin oder Cork bieten Bier, traditionelle Musik und Tanz.
- Wren Day (26. Dezember) – ein kurioser Brauch, bei dem Gruppen in traditionellen Kostümen von Haus zu Haus ziehen, singen und kleine Geschenke sammeln.
- Agrar- und Erntefeste: In ländlichen Regionen werden Dorffeste mit Musik, Sport und Marktständen gefeiert – oft bis spät in die Nacht.
Meine Tipps
- Planung: Einige traditionelle Feste wie St. Patrick’s Day oder Samhain-Festivals benötigen Tickets oder Voranmeldung.
- Kleidung: Irland ist windig und regnerisch – selbst im Sommer lohnt sich ein wasserdichter Mantel.
- Fototipp: Die Farben, Kostüme und Straßenszenen bieten perfekte Motive – früh da sein, um Menschenmengen zu umgehen.
- Lokale Erlebnisse: Es lohnt sich der Besuch kleiner Dörfer – die Einheimischen feiern oft authentischer als die großen Städte.
Mein Fazit
Irland ist ein Land, das Tradition lebt. Von der grünen Parade am St. Patrick’s Day über alte keltische Bräuche bis zu modernen Halloween-Feiern – hier spürt man Geschichte, Gemeinschaft und Lebensfreude auf Schritt und Tritt.
Wer die Feste Irlands erlebt, versteht, warum das Land so magisch wirkt: Die Menschen feiern nicht nur, sie leben ihre Kultur, mit Musik, Tanz, Geschichten und einem Lächeln, das ansteckt.
